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Abb. 5: J. Hoffmann, Eigenexlibris, Klischee (30 x 30 mm)

Während das Moser-Exlibris für Fritz Waerndorfer tatsächlich in zwei Formatvarianten vervielfältigt wurde30, hatte Josef Hoffmanns Exlibrisentwurf möglicherweise tatsächlich nur den Charakter einer, wie Bisanz es formuliert, ästhetischen Diskussionsgrundlage, da von der Graphik keine Reproduktionen existieren.31
Das dritte aus der Literatur bekannte Exlibris von Josef Hoffmann, ein Eigenblatt (vgl. Abb. 5), ist im Bestand der Nationalbibliothek hingegen in zwei Drucken vorhanden, und aus der gummierten Rückseite des Blattes läßt sich schließen, daß er es tatsächlich als Besitzvermerk verwendete. Auf der signetartigen, aufgrund ihrer Größe mehr einer Buch- bzw. Verschlußmarke ähnelnden Kleingraphik bilden die Initialen H bzw. ein mit dem H verbundenes gespiegeltes J in Form massiver Balken ein Quadrat — quasi das „Markenzeichen“ des Künstlers, der ja aufgrund seines exzessiven Einsatzes von geometrischer Ornamentik ironisch als „Quadratl-Hoffmann“ bezeichnet wurde.

30. Die Exlibris-Sammlung der ÖNB besitzt das Blatt in den Formatvarianten 75 x 73 mm bzw. 143 x 138 mm.
31. Weder das Archiv der Wiener Secession noch die Albertina und auch nicht die Exlibris-Sammlung der ÖNB besitzen Drucke des Exlibris, es scheint auch in keinem Bestandsverzeichnis deutscher bzw. österreichischer Exlibris-Sammlungen auf.